Verweigern – aber wann?

Neu: KDV-Verbände raten zu spätestmöglicher Antragstellung

Die neue Bundeswehrstruktur wirkt sich auch für die Wehrpflichtigen aus.

Wurden bisher noch fast alle tauglichen Männer zum Waffendienst oder Zivildienst eingezogen, so steigen mit sinkenden Truppenstärken die Chancen, ganz um den Dienst herumzukommen. – Allerdings nur für Soldaten, denn die Zahl der Zivildienststellen bleibt gleich und bei verkürzter Dienstzeit muss jetzt schon in einigen Bereichen um die Zivis geworben werden. Diese Ungleichbehandlung nehmen die Friedensorganisation DFG-VK und die Zentralstelle für Recht und Schutz der Kriegsdienstverweigerer zum Anlass, einen ungewöhnlichen Rat zu propagieren. Wer weder Wehr- noch Zivildienst leisten will, soll mit dem Antrag auf Kriegsdienstverweigerung bis zur Einberufung warten. Je mehr KDVer sich an dieser Aktion beteiligten, umso höher werde die Chance für jeden Einzelnen, keinen Dienst leisten zu müssen. Zudem sehen die beteiligten Verbände dies als praktische Aktion gegen die Wehrpflicht an, die sie abgeschafft sehen wollen. Erfahrene KDV-BeraterInnen weisen allerdings darauf hin, dass sich jeder Betroffene unbedingt frühzeitig und gründlich über das Verfahren und mögliche Probleme infor-mieren sollte. Dazu gibt es vor allem im Internet regel-mäßig aktuelle Fakten und umfangreiches Hintergrundmaterial.
Wer mehr wissen will, wende sich an:

www.dfg-vk.de oder die Info-Hotline 02051-42 17