„Totgesagte leben länger“: Andreas Buros Buch zur Perspektive der Friedensbewegung

Und oft ist sie tot gesagt worden, nachdem man nicht minder oft versucht hatte, sie mundtot zu machen. Was gerne vergessen wird: Keine soziale Bewegung ist immer gleich stark. Die Friedensbewegung hat in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland viele Aufs und Abs erlebt, doch sie ist immer präsent und wach geblieben. Nicht zuletzt die Medien beeinflussen die Wahrnehmung von Bewegungen. In dem Krieg um Kosovo, der vor zwei Jahren begann, war die Manipulation der Medien durch die Mächtigen und die Manipulation der Menschen durch die Medien eine viel gebrauchte Waffe. Der Journalist Ekki Sieker formulierte 1999 auf einer Tagung aus der Innenansicht der Redaktionen folgende Kritik an sein KollegInnen: „Die Regierung musste die Medien weder gleichschalten noch zensieren. In diesem Krieg haben sich die Medien selbst zensiert.“ Und diese Selbstzensur wird fortgesetzt. Wer schreibt, filmt, berichtet schon über friedenspolitische Themen? Wer weiß noch, dass in Deutschland noch immer Atomwaffen lagern, obwohl der Internationale Gerichtshof in Den Haag deren Einsatz schon 1996 für völkerrechtswidrig erklärt hat? Wer macht sich Gedanken über die Situation von Roma-Flüchtlingen aus dem Kosovo und ihr Leben in Münster? Wo steht, welche Alternativen zum Krieg es gibt, wenn es um die Bearbeitung von Konflikten und die Durchsetzung von Menschenrechten geht? Wer erinnert die PolitikerInnen an ihre Wahlversprechen, Rüstungsexporte zu stoppen und Rüstungsausgaben zu senken? Wer, wenn nicht wir?

Also haben wir uns zusammen- und mit der Thematik auseinandergesetzt und wollen informieren über all diese wichtigen Zukunftsfragen. Sie soll werben für die Ostermarsch-Aktion „Bike for Peace“ am Karsamstag, wenn wir mit möglichst vielen MünsteranerInnen für den Frieden unterwegs sein wollen. Und sie soll Sie ermutigen, sich für Frieden, Abrüstung und Gewaltfreiheit zu engagieren. Dazu geben wir Tipps und Hinweise auf Aktionen und Gruppen, bei denen Ihre Beteiligung erwünscht ist. Wer „wir“ sind? Fast hätten wir es vergessen: Das Friedensforum Münster, das sich Aktion und Zeitung ausgedacht hat, ist ein Kreis von Menschen und Initiativen, die der Friedensarbeit in Münster und Umgebung mehr Öffentlichkeit verschaffen wollen. Mehr darüber finden Sie hier. Wir hoffen, man sieht sich!

PS.: Wenn Ihnen die Aktion gefällt, können Sie uns eine Spende zukommen lassen. Damit finanzieren wir die Arbeit des Friedensforums und Aktionen wie den Ostermarsch.

Bankverbindung: Förderkreis Münsteraner Friedenswochen, Kontonummer 101 11 80 700 bei der BfG Münster, BLZ 400 101 11, Stichwort „Bike for Peace“. Vielen Dank!