Gandhi Peace Foundation zu Gast beim Friedensforum Münster

Das Friedensforum Münster hatte in diesen Tagen mit einer Delegation der indischen Friedensorganisation Gandhi Peace Foundation (Gandhi Friedens Stiftung) aus Neu Delhi (Indien) prominenten Besuch. Ein Erfahrungsaustausch und eine Stadtführung zu den historischen Stätten insbesondere des westfälischen Friedens standen auf der Tagesordnung.

Neema Vaishnan, Rita Roy, Ramesh Sharma, Dr. Kulandai Sami und Babulal Sharma, der Leiter des Instituts, erläuterten u.a. die Methoden des gewaltfreien Widerstandes Mahatma Gandhis, so z.B. die des Fastens. Die Gandhi Peace Foundation ist in Indien in über 50 Städten aktiv und wurde kurz nach dem Tode Gandhis 1948 zum Gedenken und Fortführen seines Lebenswerkes gegründet. Bis heute arbeiten dort über 30 Angestellte in unterschiedlichen Bereichen: Forschung und Weiterbildung zu Methoden ziviler Konfliktbearbeitung, Friedenserziehung, inter-religiöser Dialog und über-konfessionelle Gottesdienste, sowie Kampagnen für Bürger- und Menschenrechte.

Annette Englert, Manfred Hülsken Fermer und Mark Dingerkus informierten ihrerseits über die Arbeit des Friedensforum Münster, u. a. über die Friedenskette zwischen den Rathäusern Münsters und Osnabrücks, des weiteren über die Anti-Nazismus Arbeit, hier aktuell über den Anti-Nazi Kongress am 9. Juni 2007 im münsterschen Rathaus oder auch den interfraktionellen Ratsantrag „Münster als Stadt des Friedens fördern“ sowie über Ziele und Inhalte des „Friedenskultumonat September“ im Rahmen der Interkulturellen Wochen.
Beeindruckt war das Friedensforum von der Vielfalt an Aktivitäten aber auch von den Ressourcen, die in Indien für diese Arbeit zur Verfügung stehen. Die indischen Vertreter zeigten Begeisterung angesichts der vom Friedensforum organisierten Friedenskette zwischen Münster und Osnabrück und der Tatsache, das dies alles in ehrenamtlicher Arbeit geleistet wurde. Zahlreiche Gemeinsamkeiten wurden festgestellt. Für die Zukunft sind weitere Treffen und ein inhaltlicher Austausch zu gemeinsamen Themen wie z.B. Friedenserziehung in Schulen und des Interreligiösen Dialoges geplant.Möglichkeiten.“