Abrüsten statt aufrüsten!

Liebe Freundinnen und Freunde,

dass das Thema Abrüsten inzwischen zu einer Belebung der Aktivitäten der Friedensbewegung geführt hat, begrüßt der Bundessausschuss Friedensratschlag nachdrücklich. Mit dem Appell „abrüsten statt aufrüsten“ haben sich am 6. November 2017 vier Gewerkschaftsvorsitzende, Nobelpreisträger, führende VertreterInnen der Friedens- und Umweltbewegung, KünstlerInnen und WissenschaftlerInnen an die Öffentlichkeit gewendet. Die inzwischen 30.000 Unterstützerunterschriften sind Zeichen einer breiten Resonanz. Sie fordern von der Bundesregierung: „Keine Erhöhung der Rüstungsausgaben – Abrüsten ist das Gebot der Stunde“. Der Appell warnt vor weiterer Aufrüstung und fordert Abrüstung zur Lösung der gesellschaftlichen Herausforderungen. Immer mehr friedensbewegte Menschen in Initiativen, Gewerkschaften, Jugendverbänden und Hochschulen sehen sich dem gemeinsamen Anliegen verpflichtet.

Bei einem Treffen von Bundesausschuss Friedensratschlag und der Kooperation für den Frieden am 9. Januar 2018 in Kassel wurde ein anspruchsvolles Konzept der weiteren Zusammenarbeit bei dieser Kampagne wie auch eine Reihe weiterer Vorhaben besprochen. Der Erfahrungsaustausch brachte Hinweise, die wir gerne weitergeben. So wurde betont, dass die Unterschriftensammlung zu einem großen Gespräch mit interessierten Menschen genutzt werden soll. Das Beispiel eines bundesweiten Aktionstages der Friedensbewegung wie am 18. November 2017 sollte weiterverfolgt werden.

Die Frage spielte eine Rolle, wie lange es damit weitergehen soll. So könnte nach den Ostermärschen mit der ausgezeichneten Chance, große Zustimmung zu erreichen, eine Zwischenbilanz vorgenommen werden. Vielleicht werden wir dann 50.000 registrieren, um als Ermutigung die Zahl 100.000 anzugehen.

Die Haushaltsverhandlungen im Oktober/November 2018 sind geeignet, demonstrativ die Abgeordneten mit der Kampagne vertraut zu machen. Über die Form wäre noch zu sprechen. Auch darüber, ob wir über 2018 hinaus weitermachen wollen. Unterschriftenlisten können herunter geladen oder aus Bonn, bzw. Frankfurt bezogen werden.

Die Kampagne ist ein wichtiger, gemeinsamer und politisch außerordentlich breiter Teil der friedenspolitischen Arbeit. Die bisherige Unterstützung macht Mut. Die Kampagne kann die üblichen Aktivitäten der örtlichen, regionalen oder berufsbezogenen Gruppen ergänzen. Aber grundlegend ist die vorantreibende und organisierende Rolle der Friedensbewegung. Es geht darum, die Unterstützer der Initiative auch regional und örtlich anzusprechen. Dazu wären regionale Veranstaltungen und Treffen der UnterstützerInnen sicher ein gutes Mittel. https://abruesten.jetzt/

Wir sollten neben den erfreulichen Veröffentlichungen in der Mitgliederzeitung von ver.di und der Frankfurter Rundschau die Aufnahme der Kampagne in den  verfügbaren Zeitschriften und Rundbriefe einbauen, sowohl durch redaktionelle Beiträge wie auch durch Einlegen des Aufrufes. Vielleicht gelingen besondere Anstrengungen aus Anlass des 1.Mai bzw. des 1. September die Kampagne einer größeren Öffentlichkeit bekannt zu machen.

Die Initiative wird regelmäßig weiter Materialien wie Zeitung, Poster, Aufkleber und Informationen liefern. Auch ist an eine zentrale Zusammenkunft mit ErstuntezeichnerInnen zum Erfahrungsaustausch gedacht.

Es gibt noch viel zu tun.

Unterschriftenlisten können herunter geladen oder aus Frankfurt (Friedens- und Zukunftswerkstatt, c/o Frankfurter Gewerkschaftshaus, Wilhelm-Leuschner-Str. 69 – 77, 60329 Frankfurt am Main) bezogen werden.