Friedensforum Münster
Wir müssen Münster bewegen. Lasst uns zusammen laut werden in einem großen Bündnis aller Organisationen, die sich in Münster für Frieden, Solidarität und Klimaschutz einsetzen.“
Unter diesem Motto hat die Friedeninitiative Münster e.V. FIM im Februar 2025 eingeladen zu einem Treffen, um über die Bündnisarbeit in Münster und gemeinsame Aktionen zu sprechen.
Vor einem Jahr ging es um Gemeinsamkeiten und „Streitigkeiten“ in der Friedensarbeit, um die Verhinderung der Stationierung der Mittelstreckenraketen, um die Beendigung der Kriege, um Friedensverhandlungen und humanitäre Hilfen – der Klimaschutz darf nicht vergessen werden.
Als Friedensforum haben wir uns seitdem regelmäßig getroffen und produktiv über Gemeinsamkeiten und Dissense gesprochen. Ergebnis ist ein Diskussionspapier, das hier heruntergeladen werden kann. Es freut uns, dass wir erfolgreich gemeinsame Aktionen geplant und durchgeführt haben und auch Projekte wie den „Alternativen Westfälischen Friedenspreis“ initiieren konnten.
Das Friedensforum ist ein offener Kreis von Menschen aus unterschiedlichen Organisationen, die sich einmischen.
Nato als Friedenspreisträger - „Das ist ungefähr so, als würde man die Metzgerinnung mit dem großen Vegetarierpreis auszeichnen.“
Heribert Prantl Süddeutsche Zeitung 13.11.2025
Nein! kein Friedenspreis für die Nato!
Die Wirtschaftliche Gesellschaft für Westfalen und Lippe e. V. verleiht ihren diesjährigen „Internationalen Preis des Westfälischen Friedens“ an die NATO. Diese Entscheidung wurde von einer elfköpfigen, ausschließlich aus Männern bestehenden Jury getroffen, unter ihnen Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bundeskanzler Friedrich Merz, NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst, BW Ministerpräsident Cem Özdemir.
Der Westfälische Friede steht historisch für die Überwindung von Gewalt durch Verhandlung, für Ausgleich statt Eskalation und für den Vorrang ziviler Lösungen. Er markiert den Beginn einer Ordnung, in der Frieden nicht militärisch erzwungen, sondern politisch gestaltet wird.
Die NATO hingegen ist ein Militärbündnis, dessen Kern in Abschreckung, Aufrüstung und militärischer Durchsetzungsfähigkeit liegt. Sie ist Teil geopolitischer Konfliktdynamiken und war und ist in bewaffnete Auseinandersetzungen involviert. Eine solche Institution mit einem Friedenspreis auszuzeichnen, verschiebt den Maßstab dessen, was als „Frieden“ gelten soll, denn damit droht eine begriffliche und politische Entwertung des Friedensgedankens selbst: Wenn militärische Bündnisse als Träger von „Frieden“ ausgezeichnet werden, wird der Unterschied zwischen ziviler Konfliktlösung und militärischer Machtpolitik verwischt, mit dem Ziel, Krieg und die massive militärische Aufrüstung politisch und moralisch zu rechtfertigen.
Dagegen erheben wir Widerspruch. Gerade in einer Zeit wachsender globaler Spannungen und Konflikte braucht es eine klare Stärkung von Diplomatie, gewaltfreien Lösungsansätzen und Völkerverständigung – nicht deren symbolische Gleichsetzung mit militärischer Logik.
Wir protestieren gegen die Verleihung des Friedenspreises an die Nato mt einem Demonstrationszug vom Nato Hauptquartier, dem 1. Deutsch - Niederländischen Corps (Schlossplatz) zur Abschlusskundgebung auf dem Prinzipalmarkt
Schließt euch unserem Protest am Donnerstag den 01. Oktober 2026 an!
(Die Uhrzeit steht noch nicht fest und ist abhängig von der Zeit der Preisverleihung)